Das Geheimnis, warum Deine Klienten wirklich kündigen
Und was das Reiss Motivation Profile damit zu tun hat – plus: Wie Du als Solo-selbstständiger Personal Trainer eine Ausbildung von bis zu 4.500 Euro staatlich fördern lassen kannst
Du hast einen Klienten intensiv betreut, bist fachlich gut aufgestellt, hast alles gegeben – und trotzdem kündigt er nach wenigen Monaten. Kein konkreter Kritikpunkt, kein offenes Gespräch, einfach: weg. Was läuft da schief? In dieser Podcast-Folge gebe ich gemeinsam mit Diplom-Psychologe und Reiss Motivation Profile-Experte Markus Brand die Antwort. Du erfährst, was wirklich hinter Klientenverlusten steckt, warum das Reiss Motivation Profile für Personal Trainer ein echter Game Changer ist – und wie Du die dazugehörige Ausbildung über die Kompassförderung nahezu kostenfrei absolvieren kannst.
Was ist das Reiss Motivation Profile – und warum sollte Dich das als Trainer interessieren?
Das Reiss Motivation Profile (RMP) ist ein wissenschaftlich fundiertes Persönlichkeitsmodell, das auf den Forschungen von Professor Steven Reiss basiert. Reiss hat 16 universelle Lebensmotive identifiziert – Antreiber, die jeden Menschen in unterschiedlicher Ausprägung bewegen. Dazu zählen unter anderem Neugier, Beziehung, Status, Unabhängigkeit, körperliche Aktivität und Idealismus. Das Modell ist weltweit anerkannt und gilt als eines der fundiertesten Persönlichkeitsanalyseverfahren überhaupt.
Was das RMP von anderen Modellen unterscheidet: Es geht nicht darum, wie jemand auf andere wirkt oder welche Stärken und Schwächen er hat. Es geht um das Warum. Warum genießt eine Person Sport – während eine andere ihn als Pflicht empfindet? Warum liebt ein Klient ausführliche Erklärungen zum Training – während ein anderer einfach ins Schwitzen kommen will? Markus Brandt bringt es im Gespräch auf den Punkt: Wenn Du als Trainer nicht weißt, was Deinen Klienten wirklich antreibt, kommunizierst Du an ihm vorbei – ohne es zu merken.
Das unterschätzte Problem: Du coachst Deine Klienten so, wie Du selbst tickst
Ich schildere im Gespräch ein konkretes Beispiel aus seiner eigenen Praxis. Ich selbst bin kein ausgeprägter Neugier-Typ – ich brauch keine tiefgehenden anatomischen Erklärungen, um effektiv zu trainieren. Das Problem: Wenn ein Klient genau das braucht – wenn er verstehen will, wie ein Muskel funktioniert, warum eine Übung so und nicht anders ausgeführt wird – dann bekommt er bei einem Trainer, der dieses Bedürfnis nicht kennt oder nicht bedient, das Gefühl: Der interessiert sich nicht wirklich für mich. Nach drei Monaten ist er weg.
Markus nennt dieses Phänomen „Self-Hugging“ – das unbewusste Übertragen der eigenen Bedürfnisse auf andere. Viele Trainer empfehlen ihren Klienten unbewusst das, was ihnen selbst gut tut. Was gut gemeint ist, kann Beziehungen belasten – im Training genauso wie im Privatleben. Das RMP schafft hier Klarheit: Du lernst, Deinen Klienten wirklich zu verstehen, statt ihn durch Deine eigene Brille zu sehen.
Klienten, die bleiben: Was das Reiss Motivation Profile konkret verändert
Ich berichte Dir, dass alle Klienten, die ich nach der RMP-Ausbildung gewonnen hat, bis heute bei mir trainieren. Der Grund: Durch das Profil weiß ich, wie ich mit jedem einzelnen Klienten kommunizieren muss – individuell, verständnisvoll, ohne Manipulation. Es geht nicht darum, Klienten zu beeinflussen, sondern darum, sie wirklich zu verstehen.
Das RMP eröffnet aber noch eine weitere Dimension: Klienten, die das Profil gemacht haben, kommen auf Eginhard zu und fragen, ob er das auch für ihre Mitarbeiter oder Führungskräfte anbieten könnte. Aus dem Personal Training entsteht so ein zusätzliches Geschäftsfeld. Die teuerste Ausbildung, die Eginhard je gemacht hat, war gleichzeitig die, die er am schnellsten refinanziert hat – mit über 100 durchgeführten Profilen zu einem Preis von mindestens 450 Euro netto pro Analyse.
Die RMP-Ausbildung: Was Dich erwartet
Die Ausbildung bei Markus Brands Institut hat zum Zeitpunkt des Gesprächs einen Preis von rund 3.200 Euro. Sie beinhaltet sowohl Selbstkenntnis als auch die Fähigkeit, das Profil bei anderen anzuwenden und auszuwerten. Du lernst, den Fragebogen einzusetzen, Ergebnisse zu interpretieren und – entscheidend – Du erhältst die Zertifizierung, das Profil verkaufen zu dürfen.
Das Besondere an der Ausbildung, die Markus gemeinsam mit mir für Personal Trainer und Coaches konzipiert hat: Sie integriert Personal-Training-spezifische Inhalte und Praxisbeispiele. Das macht sie für Trainer und Coaches noch passgenauer als die allgemeine Standardausbildung. Die Ausbildung ist als Deep Dive konzipiert – sie kann Menschen berühren, persönliche Erkenntnisse auslösen und tiefgreifende Veränderungen anstoßen.
Die Kompassförderung: Bis zu 4.500 Euro staatliche Unterstützung für Deine Weiterbildung
Jetzt kommt der Teil, der viele Personal Trainer überrascht: Diese Ausbildung ist über die sogenannte Kompassförderung zu 90 Prozent staatlich förderbar. Das bedeutet, Du zahlst bei einem Ausbildungspreis von rund 3.200 Euro selbst nur rund 300 Euro.
Die Kompassförderung ist ein Förderprogramm des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales, finanziert aus europäischen Geldern. Das Ziel: Solo-selbstständige Unternehmer in Deutschland sollen durch Weiterbildung krisenfester werden. Das Programm läuft aktuell bis Anfang 2028 – und es ist jährlich nutzbar.
Die vier Kriterien für die Förderung:
- Du wohnst und arbeitest in Deutschland
- Du bist Solo-selbstständig – das heißt, Du hast weniger als eine Vollzeitstelle an Angestellten (Minijobs und geringfügige Beschäftigung sind unproblematisch)
- Du bist seit mehr als zwei Jahren selbstständig oder freiberuflich tätig – dabei muss es sich nicht zwingend um Personal Training handeln, auch andere Formen der Selbstständigkeit zählen
- Die Selbstständigkeit ist Dein Haupterwerb – Du erzielst also mehr als 51 Prozent Deines Einkommens daraus
Wichtig: Es gibt keine Mindesteinkommensgrenze. Ob Du gerade am Anfang stehst oder bereits gut verdienst – das Recht auf Förderung bleibt bestehen. Die Förderung kann einmal pro Jahr beantragt werden, jeweils für eine Maßnahme, mit einem Maximalbetrag von 4.500 Euro.
Der Antragsprozess – und warum Du ihn nicht alleine meistern musst
Der Antrag läuft über eine digitale Plattform, die Markus Brand freundlich als „nicht unbedingt nutzerfreundlich“ bezeichnet. Aber: Sein Team hat sich auf genau diesen Prozess spezialisiert. Eine Mitarbeiterin begleitet Antragsteller Schritt für Schritt durch das Verfahren, füllt auf Wunsch sogar Formulare gemeinsam mit den Teilnehmern aus und stellt sicher, dass alle Unterlagen korrekt eingereicht werden. Im vergangenen Jahr hat das Institut 130 Förderanträge erfolgreich durchgebracht.
Der Prozess selbst dauert einige Wochen bis Monate – eine frühzeitige Kontaktaufnahme ist daher empfehlenswert. Nach Abschluss der Ausbildung reicht man ein zweites Mal Unterlagen ein, die die Teilnahme und Bezahlung belegen. Das Geld kommt dann in der Regel innerhalb von zwei bis vier Wochen.
Fazit
Klienten kündigen selten wegen mangelnder Fachkompetenz. Sie kündigen, weil sie sich nicht verstanden fühlen. Das Reiss Motivation Profile gibt Dir als Personal Trainer ein Werkzeug an die Hand, das weit über klassische Trainingsplanung hinausgeht: Du verstehst, was Deinen Klienten wirklich antreibt, wie er kommunizieren möchte und was er von der Zusammenarbeit mit Dir erwartet. Das schafft Bindung – und aus Klienten werden langfristige Beziehungen.
Gleichzeitig eröffnet das RMP ein zusätzliches Einkommensfeld und lässt sich über die Kompassförderung nahezu kostenfrei absolvieren. Wer die vier Kriterien erfüllt, zahlt bei einer Ausbildung im Wert von rund 3.200 Euro selbst nur rund 300 Euro.
Die Kontaktdaten und Links zu Ausbildung und Förderung findest Du in den Shownotes dieser Episode.
FAQ
Kann ich die Kompassförderung auch nutzen, wenn ich noch nicht ausschließlich als Personal Trainer arbeite?
Ja. Entscheidend ist, dass Du seit mindestens zwei Jahren in irgendeiner Form selbstständig oder freiberuflich tätig bist und mehr als 51 Prozent Deines Einkommens aus dieser Tätigkeit erzielst. Die Art der Selbstständigkeit muss nicht Personal Training sein.
Was passiert, wenn ich die Kriterien der Förderung zwar jetzt, aber nicht mehr zum Zeitpunkt der Auszahlung erfülle?
Die Knappschaft Bahn See in Berlin prüft nach Abschluss der Ausbildung erneut, ob die Förderkriterien noch erfüllt sind. Wenn sich Deine Situation grundlegend verändert hat – zum Beispiel weil Du nicht mehr selbstständig bist – kann die Auszahlung ausbleiben. Das Institut hat in diesem Fall bisher keine Ablehnung erlebt.
Kann ich die Förderung mehrfach pro Jahr nutzen oder für mehrere Ausbildungen gleichzeitig?
Nein. Die Kompassförderung fördert genau eine Maßnahme pro Jahr. Der Jahresrhythmus beginnt dabei mit dem Datum der Förderzusage, nicht mit dem Kalenderjahr.
Was unterscheidet die RMP-Ausbildung für Personal Trainer von der allgemeinen Ausbildung?
Die Version für Personal Trainer und Coaches integriert berufsspezifische Inhalte, Themen und Praxisbeispiele. Sie ist gezielt auf die Arbeitssituation und die Klientenstruktur von Trainern ausgelegt und geht damit über die allgemeine Standardausbildung hinaus.
Wie lange dauert der Antragsprozess für die Kompassförderung?
Der Prozess dauert in der Regel einige Wochen bis Monate. Eine frühzeitige Kontaktaufnahme ist daher wichtig, um die Förderung rechtzeitig vor dem geplanten Ausbildungsstart zu sichern.
[Weitere Links]
Zur RMP-Ausbildung für Personal Trainer & Coaches
https://www.institut-fuer-persoenlichkeit.de/veranstaltung/zertifizierung-zum-reiss-motivation-profile-master-fuer-personal-trainer-und-gesundheitscoaches-3/
Exklusive und kostenfreie Community für Personal Trainer und Gesundheits-Coaches
https://eginhard-kiess.de/personal-trainer-community/
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https://eginhard-kiess.de/erfolgstermin